Scheidentrichter

Der Hydrolati - zur Herstellung von Pflanzenwässern.

Der Vaginal-Trichter „Storchi“

 

Zum Gelingen einer Therapie bei entzündeter Scheidenschleimhaut und zu deren Pflege.

Im Kräuterbuch von JACOBUS THEODORUS „TABERNAEMONTANUS“ ANNO 1625 steht geschrieben:

 

„Diwe unfruchtbaren Weiber sollen die Haarstrangwurtzel (Sewfenchelkraut) klein schneiden, darnach auff Kolen legen, unnd den Rauch darvon durch ein Trechter in die Mutter empfangen, das reiniget sie dass sie zu der Empfängnuss tüchtig werden.“

 

  • Zur Selbsttherapie
  • Zur Gesundheitspflege
  • Zur Kinderwunschbehandlung
  • Zum Einbringen von Gels, Hydrolaten und Tees
  • Zum Einbringen von Dampf durch Inhalation
  • Zum Einbringen von Rauch durch Räucherung
  • Zur Scheidenspülung

Immer wieder werde ich als Hebamme von Frauen befragt (nicht nur in der Schwangerschaft), was sie tun können, dass sie die rezidivierenden Scheidenentzündungen beseitigen können. Oft haben Sie schon einen langen Leidensweg mit einem Therapie-Marathon hinter sich. Wöchentlich werde ich mit Fragen konfrontiert, um Frauen zu erklären wie sie in das hintere Scheidengewölbe gelangen, um eine Therapie zweckmäßig und praktisch durchzuführen. Oft wird mit abgeschnittenen Spritzen gearbeitet, doch merke ich wie unwohl sich die Frauen dabei fühlen. Schon bei ihren Beschreibungen breitet sich Unwohlsein aus.

Mit dem „Storchi“ haben nun alle Frauen ein sicheres (da aus besonders starkem Borosilikat-Glas) und probates Hilfsmittel in der Hand, um eine Therapie auch zum Gelingen zu bringen. Sie kommen leicht und ohne Schmerzen, gut ins hintere Scheidengewölbe, um auch dem letzten sich „versteckenden“ Keim den Gar auszumachen.
Aloe Vera-Gel wird auf die Außenseite des „Storchi“ gegeben, oder einfach mit einem sämigen Leinensamenwasser benetzt, so lässt er sich leicht, da er einen abgerundeten Schrägschliff hat, gut in die Scheide einführen.

Wird ein Hydrolat oder ein Tee in die Scheide hinein gegeben, sollte vorher eine Rolle oder ein Kissen unter das Gesäß gelegt werden, damit das Gesäß der Frau in eine schiefe Ebene kommt und damit die Flüssigkeit eine Weile in der Scheide verbleiben kann und nicht gleich wieder herausläuft. Legen Sie nun eine wasserdichte Unterlage unter das Gesäß. Auch wird vor die Scheide eine Schüssel platziert. Nun kann die Therapie beginnen. Nach der Therapie kann die eingebrachte Flüssigkeit in der Scheide gezielt, aus der Scheide wieder herauslaufen, denn der „Storchi“ ist mit einer Auslauf-Schütte gearbeitet, damit die Flüssigkeit gut in der unter das Gesäß geschobenen Schüssel aufgefangen werden kann.

Nach dem Einführen in die Scheide wird der Scheidentrichter gegebenen falls mit einer Hand fixiert.

Tee einbringen:

Auch können Tees in das Innere der Scheide eingebracht werden. Bitte legen Sie eine wasserdichte Unterlage unter und legen sich hin. Außerdem ist es notwendig, eine Erhöhung unter das Gesäß zu schieben (umgedrehte Schüssel, umgedrehte Bettschüssel/Schieber), damit eine schiefe Ebene entsteht und das Becken damit gekippt wird. Nun kann der einlaufende Tee besser ins hintere Scheidengewölbe kommen. Ein Tee kann auch gut mit einer befüllten Sprayflasche in die Scheide gesprayt werden. Dass er wieder gut auslaufen kann, dafür gibt es eine Auslauf-Schütte um den Tee in einem Gefäß, ohne Danebenlaufen auf zu fangen.

Hydrolat einbringen:

Wieder das Becken der Frau in eine Erhöhung bringen. Nun kann das Gleiche mit Hydrolaten/Pflanzenwasser, die man nach Rezeptur selbst mit dem von uns entwickelten „Hydrolati“ destillieren kann, geschehen. Auch hier ist die Auslauf-Schütte von großem Nutzen, um das Pflanzenwasser wieder leicht aufzufangen.

Dampfbad:

Sehr interessant ist das Sitzen über einem Dampfbad. Hierzu wird ein Gefäß mit Heilpflanzen nach Rezept befüllt/Eimer oder Schüssel (kein Plaste). Nun gibt Frau kochendes dampfendes Wasser darauf, schiebt es unter einen Stuhl aus dem die Sitzfläche entfernt worden ist (bei alten Stühlen meistens möglich) oder setzt sich an eine Stuhlkante mit entblößtem Unterleib. Jetzt gebe ich auf meinen „Storchi“ Aloe Vera Gel oder ein sämiges Leinensamen-Wasser und führe langsam den „Storchi“ in meine Scheide. Festhalten bitte, damit er nicht unkontrolliert herausrutschen kann. Ich hänge mir ein Badehandtuch über den Schoß, schaue, dass der Dampf für mich angenehm ist und bleibe sitzen bis es nicht mehr dampft. Dabei mache ich es mir gemütlich, lege mir meine Lieblings-Musik auf. Der Dampf kann durch den „Storchi“ gut in der Scheide hochsteigen. Da er Perforationen/kleine Löcher hat, tut der Heildampf der gesamten Scheidenschleimhaut gut tun. Gelegentlich drehe ich ihn leicht, dass viel von der Schleimhaut durch die Perforationslöcher bedampft wird.

Salben/Cremes/Gel einbringen:

Es ist ganz bequem, auch können durch die Öffnung cremige Substanzen in die Scheide laufen. Wenn der „Storchi“ leicht gedreht wird, gelangen die cremigen Substanzen gut an die Schleimhaut, weil er Perforationen/Löcher hat. So kann die ganze Scheide gut therapiert werden. Salben und Cremes können ins Wasserbad gestellt, dünnflüssiger werden, zum Leichteren Gebrauch.

Scheiden-Räucherungen:

So wie der gelehrte Arzt Tabernaemontanus in seinem Buch schreibt, ist ein „Trechter“ nötig, der jetzt jeder Frau zur Verfügung steht.

  • Wurde der Trichter gebraucht, um Keime zu eliminieren, wird er zuerst mit einem handelsüblichen Desinfektionsmittel desinfiziert
  • Nach der Einwirkzeit wird er gut unter laufenden Wasser abgespült, gegebenen falls mit einer dafür angeschafften Bürste abgebürstet
  • Nun empfehle ich, den Trichter noch in einem alten Topf, mit hohem Wasserstand, 15 min auszukochen (Take care, es ist Glas), nicht unbeaufsichtigt auskochen
  • Im Erkalteten Zustand trocknen und sicher verwahren

Heide Fischer

  • Frauenheilbuch: Naturheilkunde, medizinisches Wissen und Selbsthilfetipps für eine ganzheitliche Frauengesundheit
  • Frauenheilpflanzen: Wirkungen, Hausmittel und praktische Selbsthilfetipps

Margret Madejsky

  • Alchemilla: Eine ganzheitliche Kräuterheilkunde für Frauen
  • Lexikon der Frauenkräuter: Inhaltsstoffe, Wirkungen, Signaturen und Anwendungen

Susanne Fischer-Rizzi

  • Medizin der Erde: Das große Buch der Pflanzenwässer: Pflegen, heilen, gesund bleiben mit Hydrolaten

Prof. Dr. Ingrid Gerhard und Natascha von Ganski

  • Die neue Pflanzenheilkunde für Frauen Treben, Maria: Apotheke Gottes

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